Achtsamkeitskurs für Mama's mit Baby

6 Wochen Achtsamkeitskurs

Die ersten Monate mit einem Baby sind aufregend und erschöpfend zugleich. Schlafmangel und Erschöpfungszustände sind treue Begleiter dieser kostbaren, doch so schnell vergehenden Zeit. Für viele Mütter ist es auch ein Zeitpunkt in dem sie die beste Version ihrer selbst sein wollen und vergessen dabei die Schönheit des Moments. Die Dinge so hinnehmen wie sie sind und ein bisschen mehr Vertrauen dass wir es schon gut machen! Oder gut genug - denn mehr braucht es nicht! 

 

In diesem Kurs lernen wir, wie wir diese Zeit trotz aller Herausforderungen mit mehr Gelassenheit und Freude erleben können. Wir erfahren wie wir,  mit Hilfe von Achtsamkeitstechniken und Grundlagen sowie neurologischem Verständnis, bei uns selbst ankommen und (wieder) in unserem Körper zuhause zu sein können -  denn nur so ist es möglich dass wir Nähe und Verbundenheit aufbauen um für unser Baby eine verlässliche Bezugsperson sein und können diese einmalige Phase in vollen Zügen genießen. 

  

Geeignet für Mütter mit Babys von 6 Wochen bis 6 Monate (oder alles vor dem großen Krabbeln)

Was erwartet dich in dem Kurs?

Dieser Kurs gibt uns eine Auszeit  um wieder bei uns selbst anzukommen und mit unserem Baby in tiefen Kontakt zu begegnen.Kinder sind die besten Achtsamkeitslehrer, weil sie ständig unsere Aufmerksamkeit fordern. Damit das für uns nicht zur Belastung sondern zu einer Möglichkeit uns selbst wieder zu finden ist, lernen wir wie wir unser Bewusstsein ohne Mühe immer wieder ins Hier und Jetzt zu lenken um dort unsere Lebendigkeit, unser Leben und unsere Verbindung zu spüren. Bewusstsein schafft aber auch innere Klarheit und neue Möglichkeiten tauchen auf. Was könne wir tun, damit wir unser Leben angenehmer machen?

 

Aufbau der Kurseinheiten

  • Einführung in die Grundlagen 
  • unterschiedliche Meditationen oder Bewusstseinsübungen mit dem Baby
  • Inquiry - Erforschen und Vertiefen von Erfahrungen
  • gemeinsamer Austausch

Der Kurs geht jeweils von 11 Uhr bis 12:15 Uhr

 

 

Inhalte

 

 

Achtsamkeit im Mutteralltag:

In den letzten 10 Jahren sind die Studien und Publikationen zum Thema Achtsamkeit extrem gestiegen. Wenn man noch vor einigen Jahren von Meditation gesprochen hat, dann wurde man in die Ecke der dubiosen Träumer gesteckt. Mittlerweile ist das Thema jedoch in der Mitte der westlichen Gesellschaft angekommen. Die Übungen der Achtsamkeit sind sehr simpel und gleichzeitig können sie unsere Wahrnehmung auf unser Leben grundlegend verändern. 

 

Die menschliche Evolution des Gehirns

Unser Gehirn war lange Zeit ein großes Mysterium. Lange dachte man beispielsweise dass das Gehirn sich nur bis zu einem gewissen Alter verändern lässt, jedoch verändert sich das Gehirn bis ins hohe Alter. Diese Fähigkeit des Gehirns nennt man Neuroplastizität und eröffnet uns die Möglichkeit ungewünschte Verhaltensmuster oder Denkmuster zu verändern und zu einem zufriedenerem Leben zu gelangen. Wie unser menschliches Gehirn aufgebaut ist, und welche Eigenschaften wir dadurch mit uns rumtragen, ist äußerst hilfreich wenn wir alte Pfade verlassen wollen. Wir können die Realität nicht ändern, doch wir können unsere Haltung verändern! Und das macht den Unterschied von einem unglücklichen zu einem zufriedenen Menschen. Um nachvollziehen warum unser Verhalten so ist wie ist es ist, kann es helfen zu verstehen wie das Gehirn und das Nervensystem entstanden ist. 

 

Das Nervensystem beruhigen & unsere Emotionen annehmen

Wenn unsere Babies weinen, dann wird in uns das innere Alarmsystem aktiviert und wir handeln oft aus dem selben Gefühl wie bei Lebensbedrohung. Unser Körper spannt sich an wie bei einer Kampf oder Fluchtreaktion und oft verharren wir Mütter einen Großteil des Tages in dieser Anspannung und verpassen kostbare Augenblicke mit dem Baby und unserem Partner. Wir können lernen wie wir mit einem weinenden Baby sein können, und selbst ein Fels in der Brandung sein. Denn wenn wir ruhiger sind, ist auch unser Baby ruhiger. Außerdem bringt das Muttersein jede Menge Gefühle mit sich, die oft verdrängt sind unter dieser Anspannung. Doch Gefühle lassen sich nicht verdrängen! Es kostet sehr viel Energie sie unten zu halten um zu einem späteren Zeitpunkt zu erkennen, dass die Gefühle gestärkt wieder zurück gekommen sind. Gefühle folgen einer anderen Gesetzmäßigkeit, sie kommen und gehen wieder. Wenn wir lernen ihnen zuzuhören, können sie hilfreiche Informationen für uns beinhalten, und dann können wir sie auch wieder ziehen lassen. 

 

Mitgefühl und Liebe auch für uns selbst

Manchmal kommen wir an unsere Grenzen und haben Gefühle die nur schwer oder gar nicht erträglich sind. Leider haben viele von uns gelernt unser Herz zu verschließen. Doch Leben will gelebt werden! Das gilt auch, wenn wir schwierige Gefühle wie Angst, Scham oder Traurigkeit haben. Wir können lernen auch unsere verletzen Seiten wie eine liebende Mutter einzuladen und anzunehmen. Auch wenn wir in unserer Kultur diese Gefühle als Schwäche ansehen, wir alle haben sie und wenn wir uns selbst zugestehen diese in unser Leben zu integrieren dann öffnet sich unser Herz und ungeahnte Energien werden freigesetzt. Durch Mitgefühlsübungen können wir innere Ressourcen für uns selbst und unser Kind aufbauen und unseren inneren Raum erweitern. Achtsamkeit ohne diese Selbstmitgefühlspraxis ist nicht komplett, denn Achtsamkeit hat immer eine Qualität der Freundlichkeit und der Liebe. 

 

Mit Erschöpfung und Müdigkeit umgehen

Nächte mit wenig Schlaf und die hohe Belastung machen es fast unumgänglich dass wir Mütter häufig müde und erschöpft sind. Wenn wir anfangen zu betrachten was dahinter steckt, dann erkennen wir, dass es nur Körperempfindungen sind und sind nicht mehr so gefesselt davon. 

 

Sorgen und andere Gedankenkaruselle

Der geschichtenerzählende Geist ist bei vielen Menschen in unserem Kulturkreis sehr aktiv. Ein Gedanke kann die Stimmung unseres gesamten Tages oder besser unseres Lebens ausmachen. Das chinesische Sprichwort erklärt dies ganz gut. 

 

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

 

 

Doch auch Worte und Gedanken kommen und gehen. Wir können nicht vermeiden dass Gedanken aufkommen, wir können uns jedoch entscheiden den Gedanken nicht mehr zu folgen. 

Anmeldung:                   direkt im Müttertreff Moosach Tel.: 089 / 149 15 32 oder service@muettertreff.org

Location

Müttertreff Moosach e.V.

Feldmochinger Straße 42

(Ecke Bingener Straße, 1. Stock)

80993 München