Glücklich sein

 

Das haben alle Menschen auf der Welt gemeinsam, wir alle möchten glücklich sein. Doch trotzdem haben wir alle die Konditionierungen und Blockaden die uns davon abhalten.  Stattdessen fokusieren wir uns auf die Dinge die schief laufen könnten und grübeln über Dinge aus der Vergangenheit. Das liegt an unserem Überlebensgehirn und seiner negativen Neigung, mit der Absicht uns vor körperlichen Gefahren zu schützen. So ist dies sehr hilfreich um unser Überleben zu sichern, allerdings ist es nicht sehr dienlich für unser Glück. Doch wir alle haben die Kapazität um glücklich zu sein in uns! Der Weg zum Glück geht über die Auflösung der Blockaden. 

Diese lassen sich in zwei Blockaden aufteilen:

 

Die erste Blockade ist -  etwas fehlt:

 

Jeder kennt die teilweise quälende Suche nach etwas das uns glücklich machen soll. Das kann von kleinen Dingen gehen wie etwa "Wenn ich das Stück Kuchen esse, dann bin ich glücklich" zu " wenn ich ein Kind hätte, dann wäre ich glücklich" oder "Wenn ich einen Partner hätte, einen bestimmten Job...". Dieser "Wenn, dann" - Geist kann sich durch unseren Alltag ziehen und wir werden blind für das was im hier und jetzt stattfindet. 

 

Die zweite Blockade ist etwas ist falsch:

 

Etwas muss kontrolliert und korrigiert werden. Das kann etwas im Haushalt oder in der Arbeit sein, oder es kann auch sein dass man sich selbst oder etwa den Partner unzulänglich findet. Und so verbringen wir einen grossen Teil unseres Lebens auf der vermeindlichen Suche nach Glück, denn dieses Vorhaben, alles im Leben zu richten und die Löcher zu stopfen ist schier unmöglich und führt uns direkt ins Leid. 

Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind ein unverzichtbarer Teil des Lebens und so ist jeder Moment im ständigen Wandel, der ohne unsere Kontrolle abläuft. Das Leben kooperiert nicht. Je mehr wir dies akzeptieren können, desto mehr können wir lernen im Moment zu leben und dadurch unser Glück zu finden, in uns. 

Es gibt zwei unterschiedliche Arten des Glücks:

 

Die eine Art ist das Glück durch äussere Umstände, also beispielsweise ein gutes Essen, das gute Gefühl ein Ziel erreicht zu haben oder ein guter Film. Wir erhalten kurze Glückmomente und erfreuen hiermit unseren Geist. Daran ist nichts auszusetzen, allerdings hat diese Art des Glücks eine Schattenseite, und zwar dann, wenn es zu einem Anhaften kommt und etwa in eine Sucht ausartet. Das muss nicht immer gleich eine Drogensucht sein, sondern kann auch Social Media, nochmal checken wer das Foto auf Facebook geliked hat oder das Glücksgefühl wenn man sich neue Schuhe kauft. Fast jeder hat die ein oder andere Sucht um kurze Glücksgefühle zu erhaschen. 

 

Die zweite Art des Glücks, ist dieses Glück von innen. Dieses Glück entsteht ohne äussere Bedingungen und ohne Anlass. Es ist das Gefühl dass dieser Moment, so wie er jetzt ist genügt. Nichts muss verändert werden, alles kann genau so sein wie es ist. Es ist der Moment in dem der Körper und der Geist, zur selben Zeit am selben Ort sind. 

Pixabay - CCo Creative Commons

Schritte zum Glück

Mitgefühl

Wie eine gute Mutter, lernen und öffnen auch wir Erwachsenen uns selbst gegenüber dann, wenn wir Mitgefühl zu uns selbst haben. Mitgefühl ist die Kombination aus Schmerz und Liebe. Meist ist jedoch unser angelernter Mechanismus anders, wir wollen Schmerz nicht. Wenn etwas passiert, wie eine Diagnose, eine Kündigung oder auch etwas belangloses wie wir haben uns unseren Zeh angestossen, dann sind wir in der Regel streng zu uns. Dies sollte nicht geschehen und wir suchen eine Lösung um so schnell wie möglich aus dem Schlamassel rauszukommen und am besten noch eine um nie mehr wieder in eine ähnliche Situation zu kommen. Aber Fakt ist, wir Menschen sind verletzliche Wesen! Unsere Körper werden älter und sterben irgendwann, das ist unumgänglich. Und deshalb ist auch Schmerz unumgänglich. Leid jedoch nicht. Leid ist die Kombination aus Widerstand und Schmerz. Wenn wir lernen unseren Schmerz freundlich und interessiert anzunehmen, kann er sich verändern. Er macht uns nicht mehr aus, wir erkennen, wir sind mehr als der Schmerz. 

Dankbarkeit

 

Die Dinge die wir nicht an unserem Leben mögen, sind viel präsenter. So bewegen wir uns ständig im Verbesserungsmodus und sehen nicht, was in unserem Leben gut läuft. Dass ist normal und wir sollten uns dafür auf keinen Fall verurteilen. Es ist aber gut zu wissen, dass es nicht so sein muss, sondern lediglich eine Gewohnheit des Geistes die aufgrund der negativen Neigung die wir alle Menschen haben, verstärkt wird. Wir können jedoch lernen, unseren Fokus auf das Positive zu richten und bewusst an die Dinge in unserem Leben denken, für die wir dankbar sind. Das müssten auch keine grossen Eroberungen sein, sondern vielleicht ein gutes Gespräch, das gemütliche Wohnzimmer oder der Geruch von nassem Laub. 


Bewusstes Geniessen

Negative Ereignisse gehen direkt in unser implizites Gedächtnis. Positive jedoch nicht. Forscher haben herausgefunden dass positive Ereignisse dadurch in unserem impliziten Gedächtnis gespeichert werden können, wenn wir sie für einige Sekunden halten und das ganze Erleben spüren. Wir können so wahrnehmen, in welchem Teil des Körpers die Freude wahrnehmbar ist. Wie ist die Konsistenz, die Farbe. Wir können auch im Alltag die Augen offen halten und immer wieder prüfen, wie fühlt es sich an? So können wir die positiven Gefühle immer wieder abrufen.